Baby Boomer (1946-64), Generation X (1965-77), Traditionals (bis 1945) und Generation Y (ab 1978) – so hat man nun die arbeitende Bevölkerung in verschiedene Generationen unterteilt. Ein Vortrag während des IAG-Seminars in Dresden von Stefan Kiss, Director New Business der Firma Steelcase, hat mich über deren spezielle Eigenschaften und somit bevorzugten Arbeitsformen informiert. Der Ansatz: wenn mehrere Generationen in einem Büro arbeiten, kann es aufgrund der unterschiedlichen Vorstellungen bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes zu Differenzen kommen. Deshalb soll schon bei der Planung dieser Mix berücksichtigt und dem auch Rechnung getragen werden.
Die vier Generationen
Vereinfacht lassen sich die Steelcase-Ergebnisse wie folgt zusammenfassen: die Traditionalisten legen Wert auf den eigenen Schreibtisch, die Baby-Boomer fühlen sich in Team-Bereichen am wohlsten, meine Generation, also die mit dem X, mag die Individualität am Arbeitsplatz und ist die erste Generation, die mit neuen Büroformen ausgiebig experimentiert hat, und die Generation Y kann überall und immer arbeiten.
Steelcase hat zusammen mit IPSOS eine Studie zu dem Thema durchgeführt. Die Ergebnisse gibt es hier.
Es ist sicherlich für jedes Unternehmen interessant, sich die Altersstruktur einmal näher anzuschauen. Hat man zu viele junge Arbeitsnehmer fehlt Erfahrung, ohne ausreichend junge Talente fehlt die Zukunftsfähigkeit.
Praxisbeispiel Price Waterhouse
Als Beispiel wurde im Vortrag Price Waterhouse in Dublin vorgestellt, die traditionell über 50 % junge Leute unter 30, eine solide Anzahl im Mittelbau bis 40 Jahre und wenige ältere Mitarbeiter über 40 beschäftigt. Dies ist der Unternehmensphilosophie geschuldet, die auf junge, hungrige hoch talentierte Nachwuchskräfte setzt, die später entweder das Unternehmen verlassen oder zum Partner werden. Der Erfahrungstransfer muss also umso stärker rechtzeitig gesichert werden. Dementsprechend wurde die Bürolandschaft stärker darauf abgestimmt, dass erfahrene Mitarbeiter und Youngsters in unmittelbarer Nähe arbeiten und somit der Wissensaustausch gewährleistet wird.
Und jetzt Sie!
Im Internet habe ich jetzt noch das passende Tool gefunden: Beim Nutzerberater (Tenant Representative) AOS aus München findet man den „Multi Generation“-Test, der einem nach Abschluss neben dem Resümee und einer Detailbeschreibung der typischen Ausprägungen der eigenen Generation auch gleich eine Generationengerechte Büroraumplanung liefert. So sehe dann also mein ideales Büro aus:



