Nachhaltigkeit nur durch Vermietung

Das Deal Magazine hat heute einen interessanten Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit veröffentlicht, der hier zu finden ist. Und ein Aspekt, der mir bisher in dieser Deutlichkeit bei der Diskussion um Green Buildings und nachhaltiges Bauen gefehlt hat, ist die Aussage von Dr. Jürgen Büllesbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Bau und Immobilien Gruppe: „Ein Gebäude ist nicht nachhaltig, wenn es niemand nutzen möchte – ein ungenutztes Gebäude ist weder ökologisch noch ökonomisch nachhaltig“.

Wie stark wird dieses Kriterium eigentlich bei den gängigen Zertifikaten/Gütesiegeln berücksichtig? Und vor allem, wie werden diese Dinge bewertet und herausgefunden? Gilt hier die Vorvermietungsquote? Oder wird erst im Nachhinein diese Frage beantwortet? Und wie sieht es eigentlich damit auch, wenn ein Gebäude für einen Nutzer erstellt wird, somit natürlich voll vermietet ist und als nachhaltig zu sehen ist, aber nach dessen Auszug schwer weitervermietet werden kann, weil die Immobilie zu Nutzer-spezifisch erstellt wurde? Die Immobilienbranche ist meiner Erfahrung nach nicht gerade dafür bekannt, dass es dezidierte Studien über Nutzer und deren Wünsche gibt. Ich erinnere da an die Ergebnisse der SEB, über die inside-realestate berichtet hat. Aber ich finde diesen Aspekt bei allen Diskussionen über den Energieverbrauch, die Müllentsorgung etc. einen der wichtigsten und kann Dr. Büllesbach hier nur zustimmen. Leider kann ich die obigen Fragen noch nicht beantworten.

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